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Mit dem Fahrrad zur WM
Bin wieder da! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Donnerstag, 12. November 2009 um 00:45 Uhr

 
Letzter Eindruck vom C'lock Tower in Tel Aviv. Später bei der Zolabfertigung war ich der erste und der letzte Passagier, der abgefertigt wurde. Der israelische Zoll hat mich nachen Regeln der Kunst durchsucht, so stelle ich mir ein Stasikreuzverhör vor! Mal wieder ganze 3,5h hat der "Sicherheitchek" gedauert. Ich musste Susi sogar zum grossen Teil demontieren! Und später alles wieder richten. Man, waren die penibel! Aber alles zeitlich noch mit Ach und Krach rechtzeitig in den Flieger geschafft.
 
 
In Deutschland ist es noch ein wenig gemeinkalt, aber da muss ich wohl durch. Dafuer bin ich mit schönen Ausblicken entschädigt worden.
 
 
 
Home sweet home!
 
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 12. November 2009 um 03:27 Uhr
 
Letzter Tag PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Dienstag, 10. November 2009 um 07:24 Uhr
Heute Abend geht es zum Flughafen wo ich mich jetzt schon auf den israelischen Sicherheitscheck freue! Die werden mich bestimmt wieder von unten bis oben komplett 3-4 mal durchfilzen. Bleibt nur zu hoffen, das ich Susi nicht auch noch in die Einzelteile zerlegen muss. Dann koennen mir die Sicherheitskollegen den Buckel runter rutschen!
 
Fuer Susi muss ich erstmal gleich ins Zentrum von Tel Aviv um geeigneten Pappkarton zum einpacken zu organisieren, dann noch ein paar Souvenirs kaufen, nochmal ins Meer huepfen und mich von Israel verabschieden.  Ist schon ein geiles Land! Wenn nur die Politik nicht waere...
Mein Flieger geht dann heute Nacht um 1h20. nach Berlin und dann nochmal weiter Richtung D`Dorf. Dann betrete ich den heimatlichen Boden um11h20. Inschallah.
 
Nun denn, bald koennt ihr mich alle wieder live und in Fleisch und Blut sehen, hoeren und riechen koennen. Ich kann es auch kaum erwarten eure Gesichter zu sehen. Yipeeayeh!
 
Nochmals Danke fuer die zahlreichen Antworten und Kommentare zu meiner Seite...ich haette zu Anfang niemals zu glauben gewagt, was fuer ein Echo und Feedback meine Reise ausloesen wuerde. Und wer weiss, die naechste Reise kommt bestimmt. Dann seit ihr wieder mit dabei. Promise!!!! Vielleicht ungefaehr so:" Mit dem Einrad rueckwaerts auf den Kahlen Asten" Koennte was hergeben.
 
Also, ich melde mich, wenn ich wieder in Duisburg bin und werde sicherlich den ein oder anderen Vortrag von meiner Reise in gemuetlicher Atmosphaere halten. Ich lasse es Euch rechtzeitig wissen.
 
Todah raba Israel!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 10. November 2009 um 08:13 Uhr
 
Abbruch/Ende der Reise! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Samstag, 07. November 2009 um 19:09 Uhr

 

Tja, was ihr jetzt lesen werdet, wird Euch wohl ueberraschen, im Guten oder im Schlechten, das ueberlasse ich jeden Einzelnen selbst.

Ich habe beschlossen zurueck nach Deutschland zu kehren!!!

Warum? Die Gruende sind vielschichtig und generell, das ich ziemlich viele Dinge vermisse. Zum einen fehlt mir meine Familie, meine Freunde, ein ordentlicher Fussballkick, gutes deutsches Essen und Bier, vor allem bin ich muede. Muede mich wieder auf das Rad zu setzen, muede immer wieder das Zelt auf zu bauen, muede des campens und mich den Naturgewalten auszusetzen. Ich moechte mal wieder richtig schoenes Schmuddelwetter und Regen erleben. Das hoert sich vielleicht seltsam an, aber auch das vermisse ich.

Kurz gesagt,und das ueberrascht mich selbst ein wenig, ich habe richtig dickes Heimweh! Das Gefuehl habe ich schon seit einiger Zeit und wird mit jedem Tag immer staerker. Zu Anfang habe ich gedacht, ach, das ist nur eine kurze Phase, geht schon vorbei. Pustekuchen. Stattdessen geht es sogar soweit, das ich nachts kaum noch schlafen kann. Echt uebel! Logische Konsequenz nunmal fuer mich ist also, das ich in der kommenden Woche nach Hause fliegen werde. Afrika und die WM werde ich nicht mit dem Fahrrad erleben.

Es wird fuer Euch sicherlich eine Enttaeuschung sein, dass ich das Handtuch werfe und meine Geschichte sich dem Ende neigt, aber schliesslich geht es doch im Leben darum, das man sich wohl fuehlt! Und unterwegs mit dem Rad durch die Gegend zu streifen erfuellt mich nicht mehr. Ich brauche einfach wieder etwas mehr Dauerhaftes, was ich mit anderen auch teilen kann. Das Erlebte wird mir keiner nehmen und werde sicherlich noch oft meinen Trip in Gedanken nachradeln.

Und was heisst das fuer meine  Webside? Keine Sorge, die Seite werde ich aufrecht erhalten und Euch noch mit weiteren Bildern und anderen Geschichten fuettern. Zu grossartig waren/sind Eure Gaestebucheintraege, sie waren stets Inspiration und Motivation zugleich fuer mich! Von Herzen 1000 Dank an jeden Einzelnen von Euch!!!! 

Aber jetzt heisst es fuer mich, das ich mich neu orientiere und mir neue Ziele und Herausforderungen suche.

Dat Lebbe geht weiter.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 08. November 2009 um 10:36 Uhr
 
Planet Me`a She`arim PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Freitag, 30. Oktober 2009 um 20:23 Uhr

Hier noch ein kleines Filmchen, der link lautet:

http://www.youtube.com/watch?v=om2Lh8XtqnU

 

Wie man sieht, bin ich immer noch in Jerusalem. Mein eigentlicher letzter Abend endete im Jerusalemer Nachtleben und habe mich Tags darauf nicht in der Lage gefuehlt zum Toten Meer zu fahren. Muss ich dann wohl verschieben. Stattdessen habe ich heute den Stadtteil Me`a She`arim besucht. Dies ist der ultraorthodoxe juedische Stadtteil von Jerusalem, eine Welt fuer sich...

 Hier leben ausschliesslich glaeubige Juden, die sich so intensiv mit dem Glauben auseinandersetzen, das sie keiner Arbeit nachgehen koennen. Das machen dann die Frauen. Klingt jetzt erstmal traumhaft fuer jeden arbeitsscheuen Mann auf der Welt. Dafuer sind sie aber auch nicht reich und leben streng nach Gottes Gesetzen. Eine gewisse Kleiderordnung gibt es da auch (siehe Kurioses).

Es geht zum Teil sogar soweit, das sie technische Errungenschaften ablehnen. Am Schabbat (Samstag) darf man noch nicht mal telefonieren oder mit dem Auto fahren. Wer es dennoch wagt, wird mit einem Steinhagel abgestraft, denn das waere gegen Gottes Gesetz! Das gilt auch fuer Krankenwagen und der Polizei. Was machen die Leute denn dann bei einem Notfall? Noch mehr beten?

Und wie sind die Leute sonst so drauf? Lachende oder laechelnde Menschen habe ich hier nicht getroffen. Man wird eher mit Blicken angefeindet und Misstrauen kommt einen entgegen. Ich hatte da schon ein leicht mulmiges Gefuehl so mit der Kamera in der Hand. Auf fotografieren haben die Menschen hier naehmlich gar keine Lust! Sobald man die Kamera ansetzt, wenden sie das Gesicht ab oder bedecken es mit ihren Hueten. Andere wiederum machen sofort kehrt als haette man die Schweinegrippe oder die Pest. Die ganz Harten wollen einen sogar die Kamera aus der Hand schlagen! Wie gesagt, eine Welt fuer sich...

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 31. Oktober 2009 um 16:44 Uhr
 
Letzte Eindruecke von Jerusalem PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 18:34 Uhr
 
Die Tora, das heilige Buch der Juden.
 
Es ist jetzt Mittwochabend und morgen frueh geht es dann nach laengerer Radelpause wieder zur Sache. Morgen geht es zum Toten Meer und zur Festung von Masada. Dort werde ich morgen Abend einige Kilometer entfernt mein Zelt in der Wueste aufschlagen und zum folgenden Sonnenaufgang oben auf der Festung sein. Weiterhin sieht der Plan folgendermassen aus. Nach der Negev geht es fuer eine Woche nach Jordanien und endlich wird Mama Afrika in Angriff genommen.
 
 
Vielleicht habt ihr auch von den Unruhen auf dem Tempelberg hier am Sonntag gehoert. Es wurden Steine geschmissen, erst auf die Touristen, dann auf die Polizei. Grosseinsatz mit Hubschrauber, Gummigeschossen usw. Alles was man so im Fernsehen bisher gesehen hat. Nur hab ich hier kein Fernsehen, sondern habe das alles live erleben muessen. Da hat Israel die Muskeln spielen lassen und gezeigt, wer Herr im Hause ist...
 
 
Kontrolle am St.Stefanstor.
 
Ein paar weitere kritische Worte moechte ich auch noch ueber diese 8m hohe Mauer verlieren, die Israel zum Schutz vor palaestinensischen Attentaetern um Palaestina errichtet hat (und noch nicht fertig ist). Wissen denn die Menschen hier nicht, dass die Geschichte gezeigt hat, dass keine Mauer auf der Welt fuer ewig steht? Wir in Deutschland kennen ja dieses Gefuehl von getrennten Familien.
 
 
Auuf dem Weg nach Betlehem, Mauer der Schande. Knapp 2/3 von 740km Mauer stehen schon und riegeln Palaestina ab.
 
 
Betlehem.
 
An dieser Stelle moechte ich jetzt einige Fragen beantworten, die einige von Euch gestellt haben. Also, wenn Susi kaputt geht, wird sie natuerlich repariert. Ohne Susi ist nicht viel los und laufen kommt gar nicht in die Tuete.
Zeitlich gesehen habe ich in den letzten Wochen ein bisschen getroedelt, bin ich ja jetzt schon 6 Wochen in Israel. Ist aber auch zu schoen hier!!! Aber das wird meine puenktliche Ankunft zum Eroeffnungsspiel nicht beeinflussen. Da werde ich wohl mal ein paar Tage ein bisschen laenger in die Pedale treten muessen. Bisher sind fast 9000km zurueckgelegt und die Naechsten kommen schnell dazu. Habe von anderen Radlern gehoert, die ab Januar von Kairo aus zur WM radeln wollen. Das wird ganz schoen gasig fuer die Herren werden. Meine Reisephilophie ist das nicht. Ich lasse mir da ein wenig mehr Zeit, ich will ja auch was von den Laendern sehen.
 
 
 Oben auf dem Tempelberg. Diese Moschee ist das aelteste muslimische Bauwerk der Welt.
 
Und jetzt noch ein paar letzte Eindruecke und Momente von Jerusalem, ich werde das bunte Treiben sicherlich gerne nochmal erleben wollen, ihr solltet auch mal einen Abstecher hierhin machen!
 
 
Die huebscheste Armee derWelt und ich (Damien, voila!).
 
 
 
 
 
 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 20:32 Uhr
 


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