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Mit dem Fahrrad zur WM
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Rosh Hashana, Shabbat Shalom und Segelfliegen |
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Geschrieben von: Peter
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Samstag, 19. September 2009 um 19:21 Uhr |
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Puenktlich angekommen wurde ich dann am spaeten Nachmittag von Liad empfangen. Wir haben uns in Istanbul kennengelernt und nun kann ich bei ihrer Familie solange bleiben wie ich moechte. Was fuer ein Angebot. Die ganze Familie wohnt auf dem Berg Carmel in traumhafter Abgeschiedenheit und ist supernett! Ich habe schon das Gefuehl ein Teil der Familie zu sein. Den ersten Abend hat mich Liad auf eine Reaggeparty mitgeschleppt... endlich mal richtig abtanzen und durchstarten. Mann, tat das gut. Am naechsten Tag war in Israel Rosh Hashana, das juedische Neujahrsfest. Den durfte ich dann im ganzen Kreis der Grossfamilie(ca. 20) meiner Gastgeberin erleben. Es gab traditionelles juedisches Essen, das war echt lecker und dementsprechend wurde ich von allen Tanten mit Essen zubombardiert. So satt, das ich mich kaum noch bewegen konnte. Als weiteren Hoehepunkt hat mich dann der Vater, Dudi, am naechsten Tag auf einen Segelflug eingeladen. Wow!!! Ich glaub, ich traeume!!! 
Kurz vor dem Start, der erste Segelflug in meinem Leben. GROSSARTIG!!!! 
Da waren wir noch an der Leine... 
...und dann ging es ab!! Israel und die Umgebung aus der Luft zu sehen. Dudi ist ein hervorragender Segelfluglehrer und ich ein voellig enthusiastischer kleiner Junge. Vor lauter Freude kullerten mir ein paar Traenen ueber die Wangen, die letzten 24 Stunden, das war einfach zu viel auf einmal fuer mich! 
Da unten sieht man Mount Tabor und Afula, eine kleine Stadt in Galilaea. Und so wie es aussieht, darf ich Dank meiner 3 Trucker von der Frachtschifffahrt auf der "Notos" das Leonhard Cohen Konzert in Tel Aviv miterleben. Mein ganzes Leben scheint ein Traum zu sein und keiner weckt mich. Nur das das ganze alles kein Traum ist. Bisher, und so bin nicht nur ich mir sicher, habe ich alles richtig gemacht. Dat Lebbe is schoen!!! |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 19. September 2009 um 19:55 Uhr |
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Geschrieben von: Peter
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Donnerstag, 17. September 2009 um 11:34 Uhr |
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Ein Kreuzfahrtschiff,Duty Free, schicke Bar, bequemes Bett, saubere Toiletten, davon habe ich getraeumt als ich das Ticket gekauft habe. Beim einchecken sah ich dieses grosse, weisse Kreuzfahrtschiff namens "Glory". Glory??? Auf meinem Ticket steht aber "Notos". Erste Zweifel kommen auf, aber das wird es schon sein, es ist ja hier das einzige Faehrschiff der Linie. Dann durch den Zoll und ab...Stop! "Sie muessen um den Hafen herum wo die Frachtschiffe stehen." sagt der Beamte. Aus Zweifel reift allmaehlich die Befuerchtung, das ich auf einem Frachter nach Israel schippern werde. Und da, da hinten stand sie dann, die unsinkbare, 129m lange "Notos". 
Das kann ja heiter werden... Die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck von dem Schiff und der sehr besonderen Atmosphaere wieder. Es waren noch 7 weitere zahlende Seelen an Bord, darunter auch Franz und Hubert, die wahren Velogods aus Aachen. Ein schoenes Wiedersehen! 
Eingang und Ausgang zugleich. The mouth of the beast. 
Eigentlich war das ein Abenteuerspielplatz fuer grosse Jungs. 
"Ja, hier Bruecke. 3 grosse Pizza Funghi mit doppelt Kaese. Aber zack-zack!" 
Und nach 4-stuendiger Passabfertigung("hi Maedels von der Security, war doch nett mit Euch!") und 15 Jahren betrete ich wieder israelischen Boden. Schalom Israel! |
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 17. September 2009 um 12:00 Uhr |
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Geschrieben von: Peter
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Mittwoch, 16. September 2009 um 08:03 Uhr |
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Neulich nachts an der Grenze... Diese Insel hat es wirklich in sich! Ich war die letzten Tage auf dem wohl abgef***testen Campingplatz von ganz Zypern; riesengross, leer, mit allen Vorzuegen der Zivilisation, wie Kuehlschrank- und Waschmaschinenbenutzung, heisse Duschen, freier Strand mit Liegen usw. Und das Beste daran ist, es kostet noch nicht mal was!!! Ein ganz angenehmer Zeitgenosse namens Martin hat hier schon Wochen verbracht und nicht einen Cent gezahlt, es juckt hier keinen und keiner weiss, wen der Laden hier eigentlich gehoert! Falls Ihr mal nach Zypern kommt, campen und Ruhe haben wollt, ist der "Govenors Beach" die richtige Adresse fuer Euch! Fuer mich ist dieser Platz der Liebling der Woche! 
Suedkueste von Zypern, ganz in der Naehe von Govenors Beach. Meine Tage bzw. Stunden auf Zypern sind gezaehlt, heute Abend geht es mit der Faehre nach Haifa ins gelobte Land. Morgen frueh werde ich dann nach 15 Jahren wieder israelischen Boden betreten. Ich kann es kaum erwarten und bin ziemlich aufgeregt auf "mein" Israel. Fuer die, die es nicht wissen, ich habe in den 90ern ueber ein Jahr dort verbracht und all die Erinnerungen kommen jetzt wieder hoch. Und das Schoene daran ist, das ich in Haifa schon von einer Israelin erwartet werde, die ich in der Tuerkei kennengelernt habe und mich eingeladen hat. Das nenne ich einen perfekten Start ins naechste Land! Da ist der teure Faehrpreis von 160 Euro nicht mehr ganz so mit faden Beigeschmack behaftet. Wenn ich mich daran erinnere, wie billig es 1991 war, Piraeus-Haifa 100DM und jetzt diese Kostenexplosion. Die Alternative mit dem Flugzeug haette auch nicht weniger gekostet, was soll's. 
Salzsee vor Larnaca. Und auch sonst beginnt die Reise ernst zu werden. Die europaeischen Urlaubslaender habe ich jetzt hinter mir gelassen und der schwarze Kontinent steht quasi vor der Tuer. Das eigentliche Abenteuer kann dann bald beginnen, werde noch einen Abstecher nach Jordanien machen und anschliessend geht es zur WM!!! Das Fahrrad und meine Ausstattung werde ich auch noch erweitern. Ich lege mir wohl ein kleines Notebook zu, denn die Internetcafedichte wird in Afrika nicht ganz so gut sein wie in Europa. Da moechte ich fuer geruestet sein und Euch nicht wochenlang mit NO NEWS haengen lassen. Im diesen Sinne, Tschuess Europa, war bisher 'ne klasse Zeit und hoffe dich nicht zu frueh wieder zu sehen!!! 
Choirokoitia, neolithisches Dorf auf Zypern, ca. 10.000 Jahre alt. |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. September 2009 um 09:11 Uhr |
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Nicosia, eine zerrissene Stadt |
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Geschrieben von: Peter
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Samstag, 12. September 2009 um 11:18 Uhr |
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Auf dem Weg ins Landesinnere, nach Nicosia. Meine Ankunft in Nicosia war am Abend. Es war stockdunkel, wie so oft keinen Plan von der Stadt und auf der Suche nach einer Unterkunft. Naja, es ist ja nicht das erste Mal, das ich so ins Unbekannte radel. Aber Nicosia ist da anders als andere Staedte. Die Stadt ist getrennt, seit 1974 leben im Norden die Türken und im Süden die Griechen. Und die Grenze geht genau durch die Altstadt, vergleiche mit Berlin oder Jerusalem bleiben da nicht aus. Heute regelt die UN mehr oder weniger den Grenzverkehr der Stadt. 
Das Niemandsland, gottlob kein echter Todesstreifen wie in Berlin vorhanden. Es war schon seltsam mitten in der Nacht auf einmal vor einem Grenzposten zu stehen, den Reisepass zeigen und dann ca.200m durchs dunkle Niemandsland zu radeln. Angekommen auf der griechischen Seite habe ich auch sofort Unterschiede wahrgenommen, z.B. das im Süden auf einmal fast alle Englisch verstehen und auch sprechen, der € die Waehrung ist und auch kulturell einiges anders ist. Gemeinsam haben beide Seite nur die gegenseitige Verachtung und Mauern im Kopf. Ja haben denn die Menschen hier nicht von uns Deutschen gelernt? Persönlich halte ich das alles nur für total stupide und traurig sogleich. 
Und auf einmal stehe ich wieder vor verschlossener Tür. Es kann also ganz leicht passieren, das man an eınem einzigen Tag mehrfach die Grenze passiert um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besuchen. Schon komisch... Was dabei nervt, und das zeigt auch den gegenseitigen Hass, es gibt keine vollstaendigen Stadtplan mit allen Informationen. Für den Norden habe ich also eine türkischen und für den Süden einen griechischen Stadtplan. Also bei jeden Grenzübergang die Plaene austauschen. 
Eine Siedlung für den (Burg)frieden, in der Mitte ein blauer Stfreifen, der einen durch die Altstadt führt. 
St. Sophia Kathedrale, erbaut im 13. Jahrhundert, jetzt Selimiye Moschee. |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 12. September 2009 um 12:04 Uhr |
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Geschrieben von: Peter
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Freitag, 11. September 2009 um 10:14 Uhr |
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Mit dem Speedboot von Alanya nach Zypern. Das waren jetzt über 6 Wochen, die ich hier in der Türkei verbracht habe. Mein Bild über das Land und die Leute faellt echt positiv aus. Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Menschen sind unbeschreiblich, das Wetter heiss(zumindest im Sommer) und die Jahrtausende alte Geschichte fesselnd! Türkei mit dem Fahrrad ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen, alle Radler der Welt, schaut es euch an, ihr werdet es nicht bereuen! Und selbst nehme ich mit ein bisschen Wehmut Abschied von diesem herrlichen Land, aber das Naechste wartet ja schon auf mich. Teşekür, Türkiye!!! 
Letzter Blick auf die Festung von Alanya. Auf der Faehre habe ich meine persönlichen Fahhradgötter Franz und Hubert wieder getroffen. Das sind zwei wirklich jung Gebliebene, lachen und scherzen den schönen langen Tag und sind einfach nur klasse!!! Nach 3,5h Überfahrt erreichte die Faehre den Hafen von Girne, klein und fein. Das erste was mir auffiel war der Linksverkehr. Da muss ich mich erst daran gewöhnen, fahr' ich doch gerne mal als Geisterradler los, trifft nicht immer auf Gegenliebe, Hupkonzerte fallen dann grosszügig aus. Was soll's, bin ja ein Fahrradgypsy. Dafür ist der Strassenverkehr zivilisierter als auf dem Festland; man fühlt sich sicherer. Auch gibt es hier, man höre und staune, Fahrradwege! Das sind die ersten seit Çanakkale(Nordwest-Türkei). 
Yachthafen von Girne. Abends bin ich dann mit Franz und Hubert auf die Piste gegangen und bei einen gemeinsamen Abendessen verabschiedet. Wir drückten uns herzlich und wünschten uns gute Weiterfahrt! Möget Ihr 100 Jahre gesund alt werden und allen anderen ein Vorbild sein!!! Ich verbleibe noch etwas im Norden, waehrend die Beiden schnellst möglich nach Israel wollen. Aber wer weiss, vielleicht sieht man sich ja nochmal... 
Kultur live am Hafen, so faengt das Inselleben gerne an. 
Teil der Befestigungsanlage in Girne(echt fett und maechtig) und Susi. |
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. September 2009 um 15:31 Uhr |
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