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Mit dem Fahrrad zur WM
Antalya und drum herum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Mittwoch, 09. September 2009 um 10:33 Uhr

Antalya, alter Hafen.

Die ziemlich touristische Südküste naehert sich meınem Ende, ich bin jetzt in Side und habe noch einiges erlebt. Da waeren zum einen die beiden Radler aus Aachen auf ıhren Weg nach Jerusalem. Das besondere an den Beiden ist, das sie zusammen 140 Jahre alt sind!!! Jeder schlappe 70 Jahre alt und stehen beide vor der goldenen Hochzeit, das ist wahre Ausdauer! "Wow", dachte ich, "so fit will ich noch mit 50!" sein. 

Franz und Hubert, das sind echte Velogods! Hut ab!

Das andere bemerkenswerte war mein erster echter Tornado! Gestern waren den ganzen langen Tag Unwetter in der Region und als Krönung gab es, nachdem ich x-mal nass war, einen richtigen Twister.

Da bin ich dann kurzentschlossen zum Radelfeierabend übergegangen.

Viadukt in der alten Hafenstadt von Antiphellos.

Apollotempel in Side.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. September 2009 um 11:30 Uhr
 
Olympus und Chimaera PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Sonntag, 06. September 2009 um 11:55 Uhr

Meine letzten Tage in der Türkei brechen an... und die sind bisher richtig beeindruckend gewesen. Angefangen bei ausschlüpfenden Meeresschildkröten bis hin zu den ewigen Feuern von Chimaera.

Schon seit Urzeiten brennen dort die ewigen Feuer aus der Erde. Die Mythologie, die dahinter steckt, ist der Kampf zwischen Chimaera, einen feuerspuckenden Monster und Bellerofon, auf Pegasus reitend. Am Ende gewann Bellerofon und verbannte Chimaera unter der Erde. Das Feuer der Berge sind die letzten Feuerstösse des Monsters. Früher waren die Flammen grösser, ist aber bei Nacht immer noch beeindruckend, besonders wenn man sieht, aus wievielen Spalten die Flammen kommen.

Ein all zu menschlicher Geisterradler bei den Feuern.

Olympus ist wie fast alle altgriechischen Mittelmeerstaedte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals untergegangen und anschliessend immer wieder aufgebaut worden. Wobei hier die Ruinen von der Natur bedeckt worden sind und der ganze Natur/Geschichtspark einen ganz eigentümlichen Charme hat. Hinzu kommt noch die geografische Lage zwischen den Bergen, abgelegen und versteckt in einem breiten "kühlen" Tal.

Die Vermischung von Ruinen und Natur ist ein unvergessliches Erlebniss und am Ende des Parks kommt man zum Strand und sieht das:

Einen herrlichen Strand mit ein paar Touristen zu viel.

Und 5 km weiter habe ich letzte Nacht geschlafen, immer noch der gleiche Strand:

das hat irgendwie schon ein bisschen was von Afrika, lechz.

Und meine lieben Sportskameraden von der Eintracht. Da habt Ihr ja einen klassischen Fehlstart hingelegt. Hoffe, das Ihr mal durchstartet wie der MSV!( Von wegen Werksclub, Seni)

Und Danke an das Tu-Du Team. Womit habe ich das verdient??? Könnte Euch alle knuddeln!!!

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. September 2009 um 13:05 Uhr
 
Kaş und Myra PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Donnerstag, 03. September 2009 um 18:57 Uhr
Kaş bei (fast) Vollmond.
 
Ich habe mich für ein paar Tage auf dem wohl besten Campingplatz in der Türkei niedergelassen und die dortige Unterwasserwelt beim schnorcheln erkundet. Das Wasser ist richtig schön warm und glasklar. Vom Zelt geht es morgens direkt mit eınem Sprung ins Meer zum wach werden und anschliessend gibt man sich den Dingen, die da so kommen, hin. Nette Atmosphaere, noch nettere Menschen und ein einzigartiger Ausblick lassen die Seele herrlich baumeln. Das Nachtfoto ist von meinem Zelt aus geknipst worden, zu viel versprochen?
 
Das alte Königsgrab mitten in der Altstadt von Kaş. Zu einer Zeit, wo wir Germanen noch auf den Baeumen gelebt haben.
 
 
In Myra habe ich mir mal wieder die volle Ladung Kultur gegeben und bin an der Kasse erkannt worden! Der gute Mann hat auch den CNN-Bericht vor ein paar Wochen über mich gesehen und für mich hiess das dann mal wieder freien Eintritt. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man lachend angesprochen wird und die Menschen einen am liebsten adoptieren wollen. Nee, nee, so richtig werde ich mich wohl nicht daran gewöhnen, aber irgendwie ist es doch schon abgefahren und geil! Jetzt weiss ich aber dafür, wie sich echte Prominenz manchmal dabei fühlt, denke ich.
 
Massenweise Felsengraeber in der archaeologischen Ausgrabungsstaette in Myra. Auch hier gibt es das klassische Theater, mittlerweile habe ich sie alle gesehen.
 
Und um nochmal auf den Nikolaus zu kommen(nein, nicht Du Niki), ja ist es denn zu glauben, gibt es hier das Nikolausmuseum samt Kirche und Denkmal! Da habe ich wohl falsch recherchiert und mich schlecht informiert. Meine Enttaeuschung von Fethıye ist wie weggeflogen. Da habe ich wohl zu Unrecht lamentiert und gehadert. Aber das mit den Geschenken, liebe Kinder, bleibt die Wahrheit: Papi und Mami kaufen sie ein, genauso das Maerchen mit den Klapperstörchen usw. usw.
 
Hier isser: der echte Nikolaus. Rechts liegt wohl noch Knecht Ruprecht...komatös.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. September 2009 um 19:37 Uhr
 
Letoon und Xanthos PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Dienstag, 01. September 2009 um 12:25 Uhr

Dieser Teil der Türkei strotzt nur so von antıker Geschichte, man muss sich entscheiden was man sehen möchte. Ansonsten könnte ich hier noch locker eine ganze Woche in der Region verbringen, der Massentourismus ist an der Küste ansaessig und nicht im nahen Hinterland. Wenn die Leute wüssten, was ihnen entgeht...

Altes Theater in Letoon.

Halbversunkener Apollontempel( oder Artemis, sein Zwillingsbruder).

Ansonsten ist in dieser Region der Tomatenanbau ganz gross in Mode. Wenn İhr Tomaten aus der Türkei im heimischen Supermarkt kauft, sind sie aller Wahrscheinlichkeit hier in Lykia( so heısst die Region) angebaut worden. Dafür haben die Einheimischen endlose Felder von Gewaechshaeuser aus dem Boden gestampft. Das erinnert schon ein wenig an Holland oder den Niederrhein. Was die Qualitaet betrifft, so kann ich nur sagen, das sie hervorragend schmecken und unbedenklich sind! Aber vielleicht wird hier ja doch das Zeug mit Pestiziden bearbeitet. Egal, bis ich das herausfinde, habe ich es schon laengst verdaut. Denn alles was nicht tötet, haertet ab! 

Blick von Xanthos auf die Tomatenfelder.

Graeber, Theater und was sonst noch so kaputt ist.

Und ein 3fach hoch auf Sabrina und Rahu!!!!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. September 2009 um 14:21 Uhr
 
Südküste PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Samstag, 29. August 2009 um 13:04 Uhr

Endlich ist die Südküste der Türkei erreicht. Das Wasser ist hier um ein paar Grad waermer als in der aufgewühlten Westküste, Abkühlung findet nur im Kopf statt( mit Hilfe von ein paar eisgekühlten Efes). Vorgestern ist mir bei Susi die erste Speiche am Vorderrad weggeknallt. Aber Glück im Unglück, ein Bisikleta Servis war gleich um die Ecke und der Meister selbst hat das professionell in 10 min behoben, hat auch nur 3.50€ gekostet.

Muğla bei Nacht.

Was mich ein wenig an den Türken stört, ist, das sie fast alle keine andere Sprache sprechen ausser türkisch. Ausnahme sind ein paar Frauen, die dann alles für die Herren der Schöpfung übersetzen müssen. Die "Gespraeche" drehen sich dann am Ende um den Euro usw. Gibt es hier denn keinen Englischunterricht in den Schulen? Scheinbar ist das Bildungssystem in leicht katastrophalen Zustand. Wenn die Türkei in die EU will, sollte sie da erstmal eine Bildungsreform in Gang setzen. Da haben es meine ehemaligen Kids vom Mercator richtig gut erwischt. Auf diesem Weg auch Grüsse an das gesamte Mercator-Gymnasium!

Und was ein echter Paşa ist, der braucht keine andere Sprache! Bestes Beispiel ist ein Herr, der alles besser weiss( Frage von mir: Wieviel km nach blabla? Antwort: 10km. İn Wirklichkeit muss man, je nach Entfernung, 2-20km dazu addieren und nochmal 20% draufpacken. Dann könnte es stimmen.) Und sich von hinten bis vorne bedienen lassen ist für einen Türken natürlich eine Selbstverstaendlichkeit. So hat dieser Herr den Flaschendeckel meiner Cola fallen lassen und lauthals seine Frau aus der Küche kommen lassen, damit sie das aufhebt. Als Zugabe gab es dann noch eine Verbalattacke, es ging ihm wohl nicht schnell genug. Oh mann, da fliegt mir echt der Kitt aus der Brille, so ein Vollidiot!!! Das ist das allgemeine Bild des Mannes in der Türkei, aber dafür sind sie immer noch weltklasse in punkto Gastfreundschaft. Nur bei den Frauen muss ich ein paar Ausnahmen bei der Bildung machen. Maedels, lasst Euch nicht unterkriegen!

Felsengraeber in Fethiye. Erinnerten mich an die Tanah Torajah auf Sulawesi(Indonesien).

Habt ihr gewusst, das der Nikolaus hier von einer vorgelagerten Insel Fethıyes kam? Ich hatte mich auf die Suche gemacht und radelte nach einer beinharten Bergtour mit permanent über10% zu dem Punkt, wo alles begann. Und was stand da? Das Nikolaus-Hotel-Ressort. Was für eine Enttaeuschung! Der Nikolaus kann mir ab sofort für immer den Buckel runter rutschen, das hat er jetzt davon! Ach und Kinder, die Geschenke kaufen eh die Eltern, niemand sonst.

Karaköy, Geisterstadt. War auch Teil des beinharten Tages. Sie wurde 1922 von ihren einstmals griechischen Bewohnern verlassen und seitdem sind die ca. 3500 Haeuser unbewohnt. Die verlassene Ortschaft zeigt auf eine traurige Art und Weise die türkisch-griechische Geschichte.

TC, den Ladyshave kannst Du ja meısstbıetend versteigern. Wir teilen dann.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 29. August 2009 um 14:49 Uhr
 


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